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Das finale der finalen Final-Ultimaten

Mittwoch, 8. Juli 2015

Der Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs von gestern abend hatte ein wichtiges Ergebnis: Griechenland hat wieder einmal ein Ultimatum bekommen. Bis Freitag um 8:30 Uhr erhält die griechische Regierung nun Zeit für neue Reformvorschläge. Dieses ganze Gezerre um Reformvorschläge hält die Regierung Tsipras aber für so unsinnig, dass sie gestern gleich ganz ohne angereist ist.

Der Präsident des Europäischen Rates Donald Tusk sagte es klar: “..heute Nacht muss ich laut und deutlich sagen, dass die letzte Deadline diese Woche enden wird.” Bis Sonntag müssen dann die wichtgen Entscheidungen über den Eintritt in eine neue Verhandlungsrunde für Reform- und Sparmaßnahmen getroffen sein.

Immerhin handelt es sich nicht erneut um eine Deadline, die in wochenlanger Ferne am Horizont dräut, sondern um einen Zeitpunkt, der nur noch 49 Stunden entfernt liegt.

Der Warnungen gibt es reichlich. “Wenn es jetzt keine Einigung gibt, dann wird das sehr ernste Konsequenzen haben”, so Président Catastrophe. Und Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann ergänzte: “Sonntag ist der Tag der Entscheidung.” Frankreich und Österreich gehören neben den USA zu den wenigen Ländern, die Griechenland auch weiterhin mit Samthandschuhen anfassen und dem Land alles durchgehen lassen wollen.

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Späte Dämmerung

Dienstag, 7. Juli 2015

Die Zocker des zumindest wohl in Europa größten Schneeballsystems sind nach jahrelangem Schlaf ganz unsanft aus selbigem gerissen woren und reiben sich nun verwundert die Augen. Alle Milliarden, alle Denk- und Sprechverbote und alle illegitimen Aktionen haben nicht geholfen: die Eurozone steht vor einem Scherbenhaufen, die Hütchenspieler haben sich verzockt.

500 Milliarden Euro sind in Griechenland versenkt worden – die Glaubwürdigkeit der EZB ist seit langem beschädigt. Alle Denk- und Sprechverbote haben nichts genützt – der Begriff “Grexit” beherrscht nicht nur alle Medien, sondern kommt auch in schillerndsten Variationen vor wie gestern in seiner Ausprägung “Guerilla-Exit”. So viele gebrochene Verträge wie beispielsweise immer wieder den Maastrichtvertrag. Und alles hat nichts genützt. Schlimmer noch: in Griechenland rollt eine humanitäre Katastrophe auf uns zu. Es ist wie mit kleinen Kindern, die man vor sich selbst schützen muss.

Tiefer können die erfolglosen EU-Politiker fast nicht mehr sinken. Es ist nur noch dem Zwang der Umstände, der ökonomischen Gesetzmäßigkeiten, geschuldet, dass sie sich langsam in die richtige Richtung aufmachen. Viel zu langsam, viel zu wenig, viel zu spät. Die heutige Presseschau zeigt das ganz deutlich auf.

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