Artikel-Schlagworte: „Erhöhung der Produktivität“

Griechenland gehört nicht in die Eurozone

Freitag, 10. Februar 2012

MdR Frank Lange sieht zur Insolvenz Griechenlands keine ernsthafte Alternative.

Lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende. Um es ganz klar zu sagen: Griechenland hat den Euro nicht verdient, hat von vornherein nicht in die Eurozone gehört, hat sich den Erkenntnissen vieler Experten zufolge mit gefälschten Zahlen in die Eurozone gemogelt und lebt auch jetzt weiter fröhlich über seine Verhältnisse, als gäbe es gar keine Krise.

Nur eine baldige Insolvenz kann Griechenland retten und Europa aus dem Würgegriff der Griechen befreien. Denn eine neue, eigene Währung kann abgewertet werden und so die mangelnde Konkurrenzfähigkeit Griechenlands in vielen Bereichen auffangen: die Arbeitskosten sinken, die Produkte werden wettbewerbsfähiger. Außerdem werden die griechischen Schulden ausländischer Gläubiger auf Null gesetzt und das Land von Zins- und Tilgungszahlungen befreit, die es ohnehin nur durch die ständige Aufnahme neuer Schulden leisten kann.

Griechenland lebt seit vielen Jahren über seine Verhältnisse, denn es konsumiert mehr als es leistet sprich produziert. Stichwort Leistungsbilanzdefizit. Eine Erhöhung der Produktivität wäre allenfalls ein langfristiger Beitrag für die Lösung des Problems und wenn man sieht, wie schwer es ist, überhaupt griechische Beiträge zur Lösung der griechischen Krise zu bekommen, dann kann man mit gutem Grund skeptisch in bezug auf die Erhöhung der Produktivität Griechenlands sein.

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