Reaktionen auf das Massaker bei Charlie Hebdo

Eine Welle von Entsetzen und Trauer flutet um die Welt. Von überall gibt es Beileids- und Solidaritätsbekundungen. Es gibt großartige, kreative und wohltuende Reaktionen, aber leider auch die linksideologische Seite, deren Reaktionen manchmal einfach nur schäbig sind. Ich werde einiger Reaktionen nach und nach in diesem Beitrag sammeln.

Ralf Jäger SPD, Innenminister von NRW, sagte gestern Abend in der “Hart aber Fair”-Extrasendung zum Anschlag in Paris: “Wenn die PEGIDA-Demonstranten am Montag Trauerflor tragen zum Gedenken der Opfer des Anschlags in Paris, dann ist das zynisch.”

www.br.de vom 08.01.2015, abgerufen um 11:15 Uhr
“SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann griff den AfD-Politiker Alexander Gauland an. “Was Herr Gauland da macht, ist eine ganz üble Demagogie”, sagte er am Donnerstag im ZDF-Morgenmagazin. Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD) hatte die Attacke auf das Magazin «Charlie Hebdo» als Rechtfertigung für die Anti-Islam-Bewegung Pegida interpretiert.”

Je suis Charlie


Innenminister Thomas de Maizière auf “Spiegel online” vom 08.01.2014, abgerufen um 11:25 Uhr
“Die Anschläge von Paris haben nichts mit dem Islam zu tun.” Innenminister Thomas de Maizière warnt vor populistischen Brandstiftern. Muslime dürften nicht unter einen Pauschalverdacht gestellt werden. De Maizière sagte, Flüchtlinge dürften nicht unter einen Pauschalverdacht gestellt werden. Gerade die Menschen, die aus den Bürgerkriegsregionen Syriens und des Irak nach Deutschland kämen, seien dem Terror entflohen und dürften nun nicht ihrerseits verdächtigt werden, nur weil sie Muslime seien.

Die Dresdner Pegida-Bewegung hatte den Anschlag von Paris am Mittwoch als Bestätigung für ihre These vor einer “angeblich drohenden” Islamisierung Europas gewertet. De Maizière sagte mit Blick auf die umstrittene Bewegung: “Wir lassen uns nicht von Pegida unsere politische Agenda aufzwingen.”

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Vize-Kanzler Sigmar Gabriel auf “Phoenix” am 07.01.2014

“Wir müssen auch dazu auffordern, einen solchen Gewaltakt nicht zu missbrauchen zu einer innerdeutschen Debatte, bei der der Versuch unternommen wird, alle Muslime zu Gewalttätern oder zu Islamisten zu erklären. Ganz im Gegenteil. Wir leben in einem friedlichen Land. Was da getan wird, hat nichts mit dem Islam zu tun, sondern mit Mordlüsternheit und Terrorismus. Wir müssen auch die Religionsfreiheit in unserem Land verteidigen. Meine Befürchtung ist in der Tat, dass Rechtsradikale oder die Organisatoren dieser PEGIDA-Veranstaltung so ein terroristisches Attentat, so ein Mordstück, zu missbrauchen, um daraus politisch Kapital zu schöpfen. Dagegen müssen wir uns wehren. Wir müssen auch die Muslime in unserem Land gegen solch einen Pauschalvorwurf in Schutz nehmen. Dazu möchte ich festhalten: Das hat nichts mit einem religiösen Glauben zu tun. Das ist nichts anderes als Mord.”

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Frank Lange

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